Musik für Nebenbei: Easy Listening und Artverwandtes

Auf dieser Seite geht es vor allem um Easy Listening. Das ist Musik, die oft als „Hintergrundmusik“ verschrien ist. Aber ist das zwingend etwas Negatives? Sehr viel an Musik, früher wie heute, funktioniert eben nicht deshalb, weil man auf jedes kleinste Detail achtet. Und in den Sechzigern – als der Begriff entstand – hatten die Hörer ebenfalls genug zu tun und das Bedürfnis, dabei auch Musik zu hören.

Die Legenden aus den Siebzigern

Music for Airports hieß, sicherlich nicht unironisch, ein wegweisendes Album von Brian Eno. Es schloss an so etwas wie Lounge Music und Elevator Muzak an, gilt aber auch als Ursprung des Ambient. Gemeint ist damit Musik, die sich an die Umgebung anpasst, bei der manchmal sogar reale Geräusche mit denen aus den Lautsprechern verschmelzen. Eno war nach seiner Zeit bei Roxy Music gern Einzelkünstler und gilt somit auch als einer der „Prototypen“ der späteren Poduzentengilde elektronischer, aber nicht zwingend tanzbarer Popmusik. Mit einem Ableger der deutschen Gruppe Cluster, Harmonia, nahm er ein Album auf. Und auch Bands wie Kraftwerk, NEU! und Tangerine Dream stammen aus dieser Zeit. Ihre Musik kam ursprünglich eher aus Jams der Bands, solo aber wandelten die Musiker dieser Gruppen in Enos Spuren: Sie machten Musik jenseits des Starprinzips, eher für Umgebungen als für Ruhm im Club oder Stadion.

Von Lounge zu Lounge

Das Easy Listening und die Lounge Musik der Sechziger waren Vorläufer von „Gebrauchsmusik“. Selbst Musiker hören so etwas gern auf Tour. Und wir am Rechner oder beim Gamen. Auch hierzu wollen wir in dieser Rubrik ein paar Worte verlieren.