Töne fließen wie ein Strom den Fluss hinauf

Obige Textzeile aus Fluss von Rheingold soll elegant darauf hindeuten, dass es hier um das Streamen von Musik aus deutschen Landen gehen wird. Der Autor wechselt hierzu einmal zum Stilmittel „persönlicher Erfahrungsbericht“.

Erinnert sich noch jemand an iLike?

Ich weiß gar nicht mehr, warum ich jemals auf iTunes Tracks gekauft habe. Streaming war mir damals schon lieber. Und ich freute mich sehr über die bald aufkommenden Radios, die aufgrund der eigenen likes und playlists Vorschläge generierten – und das, ohne dass ein Megakonzern seine Empfehlungen und Werbeblöcke dazwischen schieben durfte. Es war eine schöne Zeit des Suchens und Findens neuer und nur für mich neuer Musik, teils auch älterer Musik. Und sie wurde verkörpert durch Seiten wie iLike und vor allem last.fm. Die gibt es so nicht mehr, aber stattdessen kann YouTube das ja jetzt fast alles. Und natürlich gibt es Spotify, Deezer und andere, die aber nicht gerade das Prinzip hochhalten, das mir wichtig war und das im Grunde wie folgt funktionierte: Ich habe jetzt Lust auf deutsche Electronica us den Siebzigern. Also „mag“ ich jetzt drei Tracks oder Bands aus dem Genre, und dann bekomme ich Ähnliches aus der selben Zeit, und meinethalben auch aus der Schweiz vorgespielt. Man muss aber einfach nur mit mehreren Accounts operieren (oder zwischendurch einfach mal löschen), dann klappt so etwas auch bei YouTube oder Soundcloud und anderen Anbietern. Auch auf Seiten wie spin palace login kann man heutzutage ja durchaus eigene Schwerpunkte bestimmen.

Programmieren statt programmiert werden

Es ist und bleibt aber schwierig, einfach einmal „deutsch“ und „Pop“ oder so einzugeben oder anzuklicken und dann von Musik verschont zu bleiben, von der die GEMA, Bertelsmann oder bald sicher auch Axel Springer wollen, dass wir sie hören. Do it yourself (a little) ist also angesagt. Freunden erzähle ich immer gern, dass man sich ja mal Bands durchhören kann, die Bands mögen, die man selbst mag. Und ein Wunsch noch: Bots zum Rausfiltern der Musik-Links auf Twitter-Accounts von Bands.